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so fühle ich mich grad…

naja, irgendwie nicht nur gerade, sondern schon seit 1,5 Jahren…

mehr lustige comics übers promovieren giibt’s bei PHD-Comics

Regen

Eigentlich hatte ich ein anderes Regen-Lied von Funny van Dannen gesucht (das die Lassie Singers auch mal gecovert hatten), hab’s aber nicht gefunden, nur das hier:

Ab morgen soll’s ja tatsächlich mit dem Regen mal ein Ende haben…

Humboldthain

Obwohl er ja gleich um die Ecke ist, war ich gestern das erste Mal im Humboldthain. Ich dachte bisher, das sei ein eher abgeranzter Park – stimmt aber gar nicht – ist ziemlich hübsch. Und ich wurde auch gleich mit einem besonderem Schauspiel belohnt: zwischen den, in den Jahren 1941/1942 errichteten und gegen Kriegsende schwer umkämpften Flaktürmen, wurde eine Slackline gespannt…

pop:sch

Das hier hat mir gerade den verregneten Montag-Morgen versüßt:

Die Band pop:sch aus Wien versteht sich als queer und bastelt gerade an einem Album – ich hoffe, die geben dann auch Konzerte – ich würd‘ da sofort hingehen…

gefunden bei Mädchenblog

Fuck Polyamory?

In der aktuellen konkret schreibt Iris Dankemeyer über Polyamorie, was heißt schreibt, sie kotzt sich über Polyamorie aus, und es ist echt peinlich sowas in einer linken Zeitung zu lesen. Man muss nicht alles toll finden was Polyamorie betrifft und man muss es schon gar nicht selbst leben, aber einen emanzipativen Ansatz so leichtfertig in die Ecke zu stellen ist einfach nur peinlich!

Schroedter und Vetter wenden das immerhin noch politisch – Liebe steht im „Zentrum machtpolitischer Interessen“ und bilde „zwischen den gesellschaftlichen Ensembles von Sexualität, Freundschaft, Solidarität und Glauben ein Dispositiv“. Diese „Normativität“ ist das Böse, zu dem „das Subversive als produktives Element“ den entsprechenden Gegenpart bildet. Die Werte der Polyamory seien von Solidarität durchzogen, so daß „eine Aufrechnung, wie sie die Tauschwertlogik impliziert, völlig ausgeschlossen“ sei. Die „Integrität“ von Polyamory stehe der „Marktradikalität“ diametral entgegen. Hier formiert sich Widerstand „gegenüber dem Leistungsdruck des herrschenden Alltags“, geeignet, „den Schein der Warenwelt zu entzaubern“. Make Polyamory Not Capitalism.

Mir kommt es fast so vor, als ob sie den Polyamorie-Band von theorie.org absichtlich falsch gelesen hat, nur um einen Negativ-Text schreiben zu können.
Dazu auch eine Diskussion im Mädchenblog

Flaschenöffner

Ihr kennt diese Situation sicher: Eine Flasche Wein soll geöffnet werden, es ist jedoch kein geeignetes Gerät zur Hand. Je nach Grad der Abhängigkeit oder Trunkenheitszustand lässt man die Flasche ungeöffnet oder:

A Lady Made That

„watch me while i contribute these rhymes to your face.“
Das ist echt gut:

oder das:
„for the full answer to that, read my master’s thesis“

oder das:
„It’s a rape whistle, without the ‚e‘.“

I read some Marx…

and I liked it:

via reflexion

Judith Butler lehnt Berlin CSD Zivilcouragepreis ab!

Am Freitag hatte Judith Butler in der Volksbühne einen Vortrag zu queerer Bündnisarbeit und Kriegspolitik gehalten, und wurde in der Diskussionsrunde gefragt, wie sie denn einen Preis einer so homonormativen Veranstaltung wie dem CSD annehmen könne. Dazu meinte sie, dass sie sich darüber noch nicht ganz sicher ist, und so kam es dann auch zur Ausschlagung des Preises:

aus der Presseerklärung von SUSPECT vom 19. Juni

Als Berliner Queer und Trans-of-Colour-AktivistInnen und Verbuendete begrüßen wir die Entscheidung Judith Butlers, den Zivilcouragepreis des Berliner CSD e.V. abzulehnen. Wir freuen uns, dass eine renommierte Theoretikerin die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihr zu Gute kommt, nutzt, um Queer-of-Colour-Kritiken gegen Rassismus, Krieg, Grenzen, Polizeigewalt und Apartheid zu würdigen. Wir schätzen vor allem ihren Mut, die Nähe der Veranstalter zu homonationalen Organisationen offen zu kritisieren und zu skandalisieren. Ihre couragierte Rede ist nicht zuletzt auch das Resultat ihrer Offenheit für neue Anstöße, und ihrer Bereitwilligkeit, sich mit unserer jahrelangen aktivistischen und akademischen Arbeit auseinanderzusetzen, die allzu oft isoliert, prekarisiert, angeeignet und instrumentalisiert wird.

(SUSPECT is a new group of queer and trans migrants, Black people, people of
colour and allies. Our aim is to monitor the effects of hate crimes debates and
to build communities which are free from violence in all its interpersonal and
institutional forms.)

Die taz schreibt dazu:

Die Veranstaltung sei ihr zu kommerziell ausgerichtet und richte sich nicht genügend gegen Probleme wie Rassismus und doppelte Diskriminierung von beispielsweise Migranten, die homosexuell oder transsexuell empfinden.

Man dürfe sich nicht vor den Karren von Organisationen spannen lassen, die im Namen einer queeren Gemeinde Kriege führten und Bündnisse eingingen, in denen Rassismus sowie Antisemitismus geduldet würden, so Butler weiter.

sie dazu auch Im Garten mit Satie

Lady Gaga again and again

hier mal wieder das neuste video von Lady Gaga „Alejandro“:

Lady Gaga – Alejandro from incommun on Vimeo.

und der Aufruf des Genderblogs – wie schon zu Telephone – Interpretationen, Einschätzungen und Analysen dazu zu liefern.

“Alejandro” funktioniert sicher völlig anders als das “Telephone”-Video, das macht schon ein oberflächlicher Blick auf die Ästhetik des fast neun Minuten langen Clips deutlich. Hier spielen Leni Riefenstahl, Faschismus, Fetischismus und Katholizismus ebenso eine Rolle wie Bezüge zum Steampunk. Manche sehen auch Bezüge etwa zu Madonnas Musikvideo zu “Express Yourself”. Aber da findet sich sicher noch mehr. Ich freue mich über Einsendungen (admin@genderblog.de) – bestimmt ist für einen guten Text auch wieder eine kleine physische Anerkennung drin – aber natürlich auch schon über kluge Anmerkungen in den Kommentaren!