Archiv der Kategorie 'guck mal da!'

I read some Marx…

and I liked it:

via reflexion

Judith Butler lehnt Berlin CSD Zivilcouragepreis ab!

Am Freitag hatte Judith Butler in der Volksbühne einen Vortrag zu queerer Bündnisarbeit und Kriegspolitik gehalten, und wurde in der Diskussionsrunde gefragt, wie sie denn einen Preis einer so homonormativen Veranstaltung wie dem CSD annehmen könne. Dazu meinte sie, dass sie sich darüber noch nicht ganz sicher ist, und so kam es dann auch zur Ausschlagung des Preises:

aus der Presseerklärung von SUSPECT vom 19. Juni

Als Berliner Queer und Trans-of-Colour-AktivistInnen und Verbuendete begrüßen wir die Entscheidung Judith Butlers, den Zivilcouragepreis des Berliner CSD e.V. abzulehnen. Wir freuen uns, dass eine renommierte Theoretikerin die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihr zu Gute kommt, nutzt, um Queer-of-Colour-Kritiken gegen Rassismus, Krieg, Grenzen, Polizeigewalt und Apartheid zu würdigen. Wir schätzen vor allem ihren Mut, die Nähe der Veranstalter zu homonationalen Organisationen offen zu kritisieren und zu skandalisieren. Ihre couragierte Rede ist nicht zuletzt auch das Resultat ihrer Offenheit für neue Anstöße, und ihrer Bereitwilligkeit, sich mit unserer jahrelangen aktivistischen und akademischen Arbeit auseinanderzusetzen, die allzu oft isoliert, prekarisiert, angeeignet und instrumentalisiert wird.

(SUSPECT is a new group of queer and trans migrants, Black people, people of
colour and allies. Our aim is to monitor the effects of hate crimes debates and
to build communities which are free from violence in all its interpersonal and
institutional forms.)

Die taz schreibt dazu:

Die Veranstaltung sei ihr zu kommerziell ausgerichtet und richte sich nicht genügend gegen Probleme wie Rassismus und doppelte Diskriminierung von beispielsweise Migranten, die homosexuell oder transsexuell empfinden.

Man dürfe sich nicht vor den Karren von Organisationen spannen lassen, die im Namen einer queeren Gemeinde Kriege führten und Bündnisse eingingen, in denen Rassismus sowie Antisemitismus geduldet würden, so Butler weiter.

sie dazu auch Im Garten mit Satie

Shitstorm für Kristina Köhler

Auslöser war dieser Tweet von gestern Abend:

Auf dem MarxBlog sind einige Reaktionen dokumentiert:

Gestern 22:30. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder wendet sich nach dem “einmaligen Kraftakt” (vulgo Sparpaket) der Regierungskoalition via Facebook und Twitter an das Volk: “Ich habe als Abgeordnete aus voller Überzeugung der Schuldenbremse zugestimmt. Dann muss ich mich jetzt auch am Sparen beteiligen.” Auf Facebook gefällt das 26 32 Leuten. “Natürlich ist die Elterngeldstreichung für Hartz IV-Empfänger hart.” Immerhin gefällt das noch 5 Leuten. Und dann:

Auf dem Blog von Antje Schrupp gibt es eine sehr lesenswerte Analyse zur Entwicklung des Elterngeldes in der letzten Jahren.

via Genderblog

Automatenjagd

Nun endlich mal wieder was zu meiner AutomatenSerie:
Zur Zeit gibt es im Café Aroma eine Ausstellung mit Fotos von KaugummiAutomaten. Die Bilder der Fotografin Anna Meschiari sind noch bis zum 3. Oktober in der Ausstellung “Automatenjagd quer durch Berlin” zu sehen.

Automatenjagd quer durch Berlin
Café Aroma Photogalerie
Hochkirchstraße 8
10829 Berlin

Und auch Der Wedding ist auf den Automat gekommen: Automat mit Format

Rassistischer WM-Spot auf ZDF

Am Samstag bin ich beim Fernsehen über den rassistischen WM-Spot im ZDF gestolpert. Ich verstehe echt nicht, wie so etwas passieren kann: Oliver Kahn und die Sportstudio Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein sind auf einer Safari, als plötzlich eine große Gruppe von Leuten an ihnen vorbei rennt und Kahn erklärend zu ihr sagt: „Wild auf Fußball!“ Es ist wirklich schlimm, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender sich bei einem so sensiblen Thema nicht besser beraten lässt. Naja, und das ist wahrscheinlich auch erst der Auftakt…

Um die Woche aber auch mit etwas Nettem beginnen zu lassen:

Lady Gaga again

In Afghanistan ist´s schon lustig:

Lady Gaga again and again

Auf dem Genderblog gab es ja den Aufruf zu einer Analyse des Lady Gaga Songs „Telephone“. Und so ist ein interessanter Text von Katrin Horn entstanden:

Das Video ist so sehr ein Teil von MTV, wie es ein Protest gegen den Niedergang des Musiksenders und der Kunst des Musikvideos ist. Außerdem ist „Telephone“ ebenso sexy und aufreizend wie es eine Karikatur der Sexualisierung des weiblichen Körpers im Pop-Geschäft, aber nicht nur dort, ist. Dadurch verkauft Lady Gaga sich, ihre Videos und ihre Musik erfolgreich in eben jenem Business, das sie gleichzeitig unterwandert, kritisiert und in Frage stellt. Und eben in dieser Doppeldeutigkeit, so meine These, liegt der Schlüssel zu ihrem Erfolg.

den gesamten Text gibt´s beim Genderblog

Lady Gaga again

WOW!!!!
„I told you she didn‘t have a dick.“

In der Spex gibt´s einen Artikel dazu und hier auch eine kurze Analyse

via

Coole Menschen mit coolen Bärten!

via torsun

Spannend: GenderCamp

Das GenderCamp findet vom 7. bis 9. Mai 2010 im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll (bei Hamburg). À la BarCamp/Open Space/Unkonferenz geht es beim GenderCamp um Themen aus den Bereichen, Schnittmengen und Zwischenräumen von Gender/Queer/Feminismus und Internet/Netzkultur, und hier vor allem die Frage nach queer-feministischer Handlungsfähigkeit und Praktiken im Internet.

Oh, da würde ich ja gerne hinfahren….